Startschuss für die hundegestützte Therapie im Klassenzimmer

Gepostet von am Feb. 29, 2012 in Blog, Hundegestützte Pädagogik im Klassenzimmer | Keine Kommentare

Der Startschuss für das Schulhundkonzept ist gefallen!

Jeden Mittwoch wird mich Cody in meine 5. Klasse für drei Stunden begleiten.

Schon am ersten Tag hatten wir den ersten pädagogischen Erfolg zu verzeichnen: Die Kinder putzten am Vortag den Klassenraum, damit sich Cody dort wohl fühlt. Bisher waren sie dazu so gar nicht zu motivieren.

Die Kinder bauten den Zimmerkennel auf, brachten das Hinweisschild an der Tür an und sorgten für Wasser. Alles völlig selbständig! Nachdem Hund und Kinder sich ausgiebig begrüßt hatten, sie kannten sich ja schon aus dem Vorjahr, konnten wir mit dem Unterricht beginnen. Motiviert und ausgeglichen arbeiteten die Kinder an ihren Aufgaben. Im Fach Politische Bildung gab es ein Rollenspiel zum Thema „Streitschlichter“. Dabei stellten die Kinder einen handfesten Streit nach. Cody schaute eine Weile zu, stand dann auf, nahm sein Kuscheltier und stellte sich vorsichtig zwischen die Streitenden. Die Kinder waren erstaunt. Ich übrigens auch. Für eine Leistungskontrolle im Fach Geografie an der Karte, suchte Cody einen Schüler aus. Er lief eine Weile durch die Klasse und legte dann einem Kind sein Spielzeug auf die Knie. Dieser sollte es dann sein. Und es war ein voller Erfolg.

In der Pause gingen einige Kinder mit mir und Cody spazieren und beschäftigten Cody mit seinem Ball. Ganz nebenbei haben wir so auch das Werfen trainieren können. Ich bin wirklich sehr zufrieden.

07.03.2012

4 Jungen – und dies ist schon recht ungewöhnlich – nahmen sich am Vortag des Hundebesuches den Klassenraum zur Grundreinigung vor. Alle 4 durften dann am Mittwoch mit Cody spazieren gehen und spielen.

In der Geografiestunde bewies Cody wieder einmal sein unglaubliches Gespür. Unsicher und fast schon ängstlich stand ein Schüler vorn an der Karte. Cody verließ seinen Platz und stellte sich neben den Jungen. Wie ganz nebenbei streichelte der Schüler den Hund und fing an zu reden. Die ganze Zeit über blieb Cody an seiner Seite, konnte so seine Blockade lösen und verhalf ihm zu einem für ihn unvergessenen Erfolg! Die ganze Klasse freute sich mit ihm. Und ich erst! Was ich in vielen Stunden trotz Zuspruch nicht erreichte, schaffte Cody in nur wenigen Minuten.

 

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